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Warum ich mich bewusst vor zu vielen Geburtsgeschichten schütze

Warum mich bestimmte Geburtsinhalte auf Instagram triggern

Mich triggern vor allem Geburtsberichte, in denen Frauen offensichtlich große Schmerzen haben oder in sehr nüchternen, medizinischen Kreißsälen an Geräte angeschlossen sind.

Auch Aussagen wie „Ich glaube, ich werde sterben“ oder „Ich reiße unten auf“ bleiben in mir hängen. Sie vermitteln mir das Gefühl, dass Geburt etwas Gefährliches und kaum Aushaltbares ist. Wenn ich solche Inhalte sehe, entsteht in mir Geburtsangst, Unsicherheit und Sorge – und diese Gedanken begleiten mich oft noch mehrere Tage, weil ich mir so sehr wünsche, die Geburt nicht als Leid zu erleben.

Deshalb blende ich solche Beiträge bewusst aus, auch wenn mich das manchmal ärgert, weil ich Instagram überhaupt geöffnet habe.

Gleichzeitig merke ich, dass mir die Plattform nicht nur schadet: Die schönen, aufmunternden Beiträge möchte ich nicht missen. Dennoch frage ich mich oft, warum so intime und verletzliche Momente öffentlich geteilt werden. Für mich fühlt sich dieser Einblick gerade nicht unterstützend an. Ich hoffe – und vertraue darauf –, dass positive Bücher, echte Gespräche und die Begleitung im realen Leben dieses Zuviel an ungefilterter Realität wieder ausgleichen können.

Für mich bedeutet Geburtsvorbereitung gerade nicht, alles zu sehen oder alles zu wissen. Es bedeutet, meine Grenzen ernst zu nehmen und mir bewusst nur das zuzumuten, was mir guttut. Indem ich auswähle, welche Bilder und Worte ich an mich heranlasse, schaffe ich Raum für Vorfreude, Verbindung und Zuversicht – genau das, was ich mir für die Geburt wünsche.

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