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Hochsensibel und schwanger

Ich bin Anna, hochsensibel und derzeit in der 32. Schwangerschaftswoche. Seit ich im Sommer von meiner Schwangerschaft erfahren habe, lebe ich einen großen Lebenstraum, bin aber als hochsensibler Mensch auch auf einer großen Achterbahn unterwegs – körperlich und emotional.

Ich spüre den Identitätsumbruch sehr stark und mein altes Leben kommt mir manchmal sehr weit weg vor. Noch im Herbst habe ich meinen Workshop „Hochsensibilität als Stärke nutzen“ gehalten – und dabei wieder gemerkt, wie wertvoll und stärkend der Austausch mit Gleichgesinnten ist. Wie sehr es hilft, nicht alleine zu sein mit einer Art zu fühlen, die in unserer lauten Welt oft keinen Platz findet.

Seit ich schwanger bin, bin ich nicht mehr berufstätig. Und obwohl ich weiß, dass diese Zeit eine Ausnahmesituation ist, plagt mich häufig ein schlechtes Gewissen. Ich bin zu Leistung und Lohn erzogen worden. In mir sitzt tief die Erwartung, auch jetzt produktiv zu sein, mir „nebenbei“ eine neue Selbstständigkeit aufzubauen, Pläne zu schmieden, Ziele zu erreichen. Ich vergleiche mich mit Influencerinnen auf Instagram, die scheinbar mühelos Disziplin und Durchhaltevermögen aufbringen – und frage mich dann, warum ich mich selbst oft leer, blockiert und kraftlos fühle.

Lange habe ich geglaubt, dass mit mir etwas nicht stimmt. Bis ich verstanden habe: Mein Nervensystem versucht gerade, etwas viel Größeres zu tragen.

Ich erlaube es mir, nichts fühlen zu müssen.

Dieser Satz hat etwas in mir gelöst. Vielleicht ist jetzt – als hochsensible schwangere Frau – nicht die Zeit zu leisten, zu planen, zu optimieren. Vielleicht ist es die Zeit, mich selbst zu halten. Auch wenn andere Schwangere scheinbar mühelos funktionieren. Ich möchte mich nicht länger verurteilen oder mit falschen Maßstäben messen, sondern diese einzigartige Lebensphase würdevoll und achtsam erleben.

Entschleunigung, Slow Living und ein tiefes „Einfach Sein“ sind die Qualitäten, die mir derzeit helfen, mich innerlich zu stabilisieren. Alles andere überfordert mich schnell und zieht mir mehr Energie, als es mir gibt.

Diese Seite ist aus genau diesem inneren Zustand heraus entstanden. Sie ist ein ruhiger Ort für Frauen, die hochsensibel sind und schwanger – oder sich in dieser großen Übergangsphase ihres Lebens befinden. Ein Ort, an dem du nicht funktionieren musst. An dem du deine Empfindsamkeit nicht erklären oder rechtfertigen musst. An dem du Worte findest für das, was vielleicht noch namenlos in dir ist.

Wenn du diese Zeilen liest und dich ein wenig darin wiedererkennst, dann kann dir diese Seite helfen, dich weniger allein zu fühlen. Sie kann dir Orientierung geben in Momenten, in denen alles zu viel wird. Sie kann dir erlauben, deine eigene Art, schwanger zu sein, als richtig und würdevoll anzunehmen.

Ich werde hier nach und nach Gedanken, Erfahrungen, Texte und sanfte Impulse sammeln, die uns als sensible Frauen durch diese besondere Zeit begleiten können – nicht als Anleitung, sondern als leiser Halt. Vielleicht findest du hier einen Satz, der dich beruhigt. Eine Perspektive, die dir Druck nimmt. Oder einfach die Gewissheit: Ich bin nicht falsch. Ich bin nicht allein.

Wenn du magst, schau dich in Ruhe um. Du darfst hier ankommen.

Anna

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