Zulassen tue ich vor allem die Ungewissheit. Ich stehe vor meiner ersten Geburt und habe keine wirkliche Vorstellung davon, was auf mich zukommen wird. Ich versuche, mich mit positiven Geburtsberichten einzustimmen, weiß aber, dass ich am Ende vor allem eines tun kann: das Nicht-Wissen zulassen und aushalten.
Was mir hilft, ist der Gedanke an unser Baby und an den Moment, in dem wir sie endlich im Arm halten. Diese Vorfreude trägt mich und ich versuche, sie mir immer wieder bewusst präsent zu machen. Ganz konkret bereite ich mich vor, indem ich sehr bewusst auswähle, was ich an mich heranlasse – und was nicht.
Ich schaue mir auf Instagram keine Geburtsberichte mehr an, weil sie meine Gedanken oft in eine Richtung lenken, die mir nicht guttut. Auch wenn unsere Eltern von ihren eigenen Erfahrungen erzählen, höre ich innerlich weg und erinnere mich daran, dass es andere Zeiten waren. Stattdessen nutze ich ganz praktische Werkzeuge: Ich mache regelmäßig die Atemübungen aus dem Hypnobirthing-Praxisbuch, um zu lernen, die Wehen gut zu veratmen. Manchmal lege ich mich einfach hin und spüre nur die Bewegungen unseres Babys, um bewusst in Verbindung mit ihr zu gehen.
Gemeinsam mit meinem Mann schauen wir einen Online-Geburtsvorbereitungskurs und machen täglich Beckenbodenübungen – das Gefühl, diesen Weg nicht allein zu gehen, stärkt mich sehr. Besonders gut tun mir außerdem positive Bücher zum Thema Geburt und der ehrliche Austausch mit Freundinnen, die schwanger sind oder bereits geboren haben.
Am wichtigsten ist mir, während all dieser Vorbereitung in der Verbindung zu bleiben. Mit meinem Körper, der weiß, was zu tun ist. Mit unserem Baby, das diesen Weg gemeinsam mit mir geht. Und mit mir selbst – auch dann, wenn Unsicherheit oder Angst auftauchen. In dieser Verbindung finde ich Ruhe, Vertrauen und die Zuversicht, dass wir unseren ganz eigenen Weg durch die Geburt gehen werden.


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