Zurück zum Content

Begleitraum für die Schwangerschaft

Du bist auch hochsensibel und schwanger? Dann bist du hier richtig.

Seit ich im Sommer von meiner Schwangerschaft erfahren habe, steht meine Welt ein bisschen Kopf. So überwältigend sind die körperlichen Veränderungen, während mein Verstand manchmal noch gar nicht richtig begreift, dass wir tatsächlich ein Baby bekommen.

Es fühlt sich selbst jetzt, in meiner 32. Schwangerschaftswoche, noch oft surreal an – als würde mein Leben gleichzeitig langsamer werden und sich doch in einer Tiefe verändern, die ich kaum in Worte fassen kann. Neben dieser großen inneren Bewegung hadere ich mit meiner neuen Rolle als Stay-at-home-Mom. Ich habe mich früher sehr über Leistung definiert. Mein Kopf will etwas schaffen, etwas hinterlassen, etwas aufbauen – und ja, auch Geld verdienen.

Als hochsensibler Mensch bin ich jedoch schnell reizüberflutet. Schon die Vorstellung von Arbeit, Terminen, Anforderungen oder Entscheidungen kann mich erschöpfen, bevor ich überhaupt begonnen habe. Manchmal fühle ich mich kraftlos und leer und frage mich, warum diese Phase mich so vollständig ausfüllt, während andere scheinbar mühelos weitermachen. Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch: dass die Schwangerschaft selbst bereits eine Vollzeitaufgabe ist – emotional, körperlich, innerlich.

Dieser Begleitraum ist aus genau diesem inneren Spannungsfeld entstanden. Aus dem Wunsch heraus, diese besondere Zeit nicht im ständigen Kampf mit mir selbst zu verbringen, sondern sie würdevoll, sanft und bewusst zu durchleben. Hier darfst du ankommen mit allem, was gerade in dir ist: mit deiner Müdigkeit, deiner Unsicherheit, deinen großen Fragen und deiner leisen Freude.

Wir sollten uns nicht schlecht fühlen müssen, wenn unsere Kräfte begrenzt sind. Und wir müssen unsere Leistungsfähigkeit in dieser Lebensphase nicht beurteilen oder vergleichen. Schwangerschaft ist keine Pause vom Leben – sie ist eine zutiefst prägende Übergangszeit, in der im Inneren bereits unendlich viel geschieht.

Deshalb beginne ich, hier nach und nach kleine Ressourcen zu entwickeln, die uns als hochsensible, schwangere Frauen stärken können. Keine starren Programme, keine Checklisten zum Abhaken, sondern leise Impulse, Gedankenräume und Ankerpunkte, die helfen, innerlich stabil zu bleiben und diese Monate mit mehr Vertrauen und Selbstmitgefühl zu gehen.

Wir dürfen auch im Kleinen wertvolle Dinge erschaffen. Manchmal besteht das Wertvollste darin, den Boden für unsere zukünftige Familie zu bereiten – in uns selbst, in unserer Haltung, in der Art, wie wir mit uns umgehen.

Wenn du in einer ähnlichen Situation bist, schreibe mir gerne eine Nachricht. Der Austausch zwischen hochsensiblen, schwangeren Frauen ist selten – und doch so kostbar. Manchmal genügt schon ein ehrliches Wort, um sich weniger allein zu fühlen.

Deine
Anna

You cannot copy content of this page